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Prävention

Sicherheit durch operative Kontinuität und Entwicklung der Schutzvorschriften

Die Präventionstätigkeiten bewegen sich im Jahr 2025 insbesondere bei der Beurteilung von Bauprojekten auf einem stabilen Niveau. Gleichzeitig stehen die Weiterentwicklung von Brandschutzstandards sowie die Überarbeitung der Naturgefahrenkarte im Fokus.

Kontinuität und fachliche Weiterentwicklung

Die Präventionstätigkeit der BGV bewegt sich im Jahr 2025 insgesamt auf einem stabilen Niveau. Während das Arbeitsvolumen im Brandschutz-Inspektorat im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant bleibt, etabliert sich im Bereich Elementarschadenprävention ein leicht erhöhtes Arbeitsaufkommen. Hintergrund ist insbesondere die seit 2024 zusätzliche Beurteilung von Bauprojekten hinsichtlich des Schutzes vor Oberflächenabfluss.

Durch Beratung, Projektprüfung, Brandschutzkontrollen und Unterstützung bei freiwillig erstellten Schutzmassnahmen trägt die Prävention dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen und Schäden zu verhindern.

Brandschutz: Fachkompetenz in Projekten und Normen

Das Brandschutz-Inspektorat (BSI) bearbeitet im Jahr 2025 insgesamt 2003 Bau-, Einrichtungs- und Parzellierungsgesuche. Damit bewegt sich die Zahl der eingereichten Projekte auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr. Im Rahmen dieser Verfahren prüft das BSI die Einhaltung der brandschutztechnischen Anforderungen und begleitet Bauherrschaften sowie Fachplanende bei der Umsetzung sicherer Lösungen. Mit Fokus auf die Personensicherheit führt das BSI im Jahr 2025 in 27 Beherbergungsbetrieben Brandschutzkontrollen durch.

Auch auf nationaler Ebene engagiert sich die BGV aktiv in der Weiterentwicklung technischer Grundlagen. So wirkt sie an der neuen Ausgabe der Norm SN 414022:2025 (Brandschutzanlagen) sowie an der Norm SN 411000:2025 (Niederspan­nungsinstallationen) mit und bringt dabei ihre praktische Erfahrung ein. Gleichzeitig fliessen die neusten technischen Entwicklungen direkt in die tägliche Arbeit ein.

Im vierten Quartal 2025 nutzt die BGV zudem die Möglichkeit, sich im Rahmen der technischen Vernehmlassung zur Totalrevision der Brandschutzvorschriften fachlich einzubringen und Anpas­sungsvorschläge einzureichen.

Ein besonderes Ereignis ist der Eurovision Song Contest, der in der St. Jakobshalle stattfindet. Obwohl der Kanton Basel-Stadt für die Organisation dieser Grossveranstaltung zuständig ist, befindet sich die Halle auf Boden des Kantons Basel-Landschaft. Damit liegt auch bei diesem Grossereignis die brandschutztechnische Begleitung bei der BGV.

Zur Förderung präventiver Massnahmen leistet die BGV im Jahr 2025 zudem Beiträge in Höhe von 184 254 Franken.

Elementarschadenprävention: Schutz vor Naturgefahren

Auch im Bereich der Elementarschadenprävention (ESP) bleibt die Nachfrage nach fachlicher Unterstützung hoch. Insgesamt beurteilt die BGV 1197 Bau­bewilligungsverfahren hinsichtlich Naturgefahren. Ergänzend dazu führt sie 25 Beratungen durch, bei denen Bauherrschaften und Planende zu präventiven Schutzmassnahmen informiert werden.

Seit 2024 prüft die BGV Bauprojekte zusätzlich darauf, wie sie vor Oberflächenabfluss bei Starkregenereignissen geschützt sind. Diese Beur­teilung hat sich inzwischen als fester Bestandteil der Verfahren etabliert und trägt dazu bei, das Risiko von Schäden durch Starkregen bereits in der Planungsphase zu reduzieren.

Darüber hinaus beteiligt sich die BGV an den Vorbereitungsarbeiten zur Überarbeitung der Naturgefahrenkarten des Kantons Basel-Landschaft. Diese Karten bilden eine wichtige Grundlage für die langfristige Planung sowie für präventive Schutzmassnahmen im Siedlungsraum.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Sensibili­sierung der Bevölkerung für Naturgefahren. So organisiert die ESP erneut den Outdoor-Tag des UniKidsCamp, der 2025 in der Gemeinde Eptingen stattfindet. Passend zum Standort stehen die Themen Erdrutsch und Wasser im Zentrum. Die Kinder erfahren, wie Erdrutsche ein Dorf gefährden können, lernen den Weg des Mineralwassers von der Quelle bis in die Flasche kennen und entdecken, welche Lebewesen im Bach leben und wie der Erdrutsch von 1969 deren Lebensraum beeinflusst hat.

Gemeinsam mit dem Hauseigentümerverband (HEV) Baselland führt die BGV im Frühling zudem erneut einen Themenabend durch. Dabei werden die Mitglieder des HEV über das Konzept der Schwammstadt informiert und darüber, wie Siedlungsräume besser auf Starkregen und zunehmende Wetterextreme vorbereitet werden können.

Zur Förderung präventiver Massnahmen unterstützt die BGV Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer mit Beiträgen von insgesamt 245 274 Franken. Ein Teil davon betrifft den Einbau von Hagelboxen. Im Berichtsjahr werden 32 solcher Geräte installiert.

Prävention als Investition in Sicherheit

Wirksamer Schutz vor Schäden beginnt bereits bei der Planung von Bauprojekten oder bei der Weiterentwicklung technischer Standards. Mit ihrer kontinuierlichen Präventionsarbeit leistet die BGV einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Gebäuden und Infrastrukturen im Kanton Basel-Landschaft.

Hagelschutz – einfach automatisch

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Ein einziger Hagelschlag kann grosse Schäden anrichten. Meist davon betroffen sind Lamellenstoren. Mit der Installation einer Hagelbox können solche Schäden jedoch verhindert werden. Die Box gehört zum Hagelschutzsystem «Hagelschutz – einfach automatisch» und ist ein bewährtes Mittel, um Hagelschäden an Storen zu vermeiden. Bei Gebäuden mit zentral gesteuerten Storen kann sie einfach installiert werden und wird von der BGV auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei modernen Smarthomes lässt sich das System oftmals auch ohne zusätzliche Hardware nutzen. Es bezieht in Echtzeit standortbasierte Wetterdaten von SRF Meteo und fährt die Storen bei einer Unwetterwarnung automatisch hoch.

Brandschutz-Inspektorat

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neue Baugesuche
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ausbezahlte Beitragssumme in CHF

Elementarschadenprävention

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bearbeitete Baubewilligungsverfahren
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durchgeführte Beratungen
ausbezahlte Beitragssumme in CHF
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installierte Hagelboxen

Die BGV